VERLAG PASSAUER BISTUMSBLATT    DOMPLATZ 7    94032 PASSAU    TELEFON: 0851.3931323 
    Ihr Standpunkt: Startseite | Zeitung | Einzelansicht
Spurensuche in Österreich
Spurensuche in Österreich
Spurensuche in Österreich

Spannende Glaubensfahrt lässt die Bedeutung des alten Bistums Passau erahnen

Heute ist das Bistum Passau eines der kleineren in Deutschland. Bis 1783 aber war unsere Diözese die größte im Heiligen Römischen Reich. Städte wie Linz, Wels oder Ried gehörten ebenso zum Bistumsgebiet wie die Wachau mit den Orten Spitz, Dürnstein, Göttweig oder Melk. Anfang Juni machte sich eine Gruppe von zwölf Jugendlichen in Begleitung von Studentenpfarrer Andreas Erndl und Ministrantenreferent Michael Winichner in zwei Kleinbussen auf den Weg, um den Spuren des alten Bistums Passau nachzuspüren. 
Die erste Station war dabei das Stift St. Florian in der Nähe von Linz. Hierher soll der Leichnam des Heiligen nach seiner Hinrichtung gebracht worden sein. Der hl. Florian wurde 304 bei einer Christenverfolgung hingerichtet und gilt als einer der ersten Märtyrer auf dem Gebiet der Diözese Passau. Ganz nah an sein Leben und seinen Tod kamen die Teilnehmer im Anschluss beim Besuch der Basilika von Lorch (früher Lauriacum), eben an jenen Ort, wo Florian und 40 Gefährten der Christenverfolgung zum Opfer gefallen waren. 
Nach einem Gebet für verfolgte Christen fuhr die Gruppe weiter nach Göttweig, wo sie im Jugendhaus des Stiftes ihr Quartier bezog. Das Stift Göttweig war von den Organisatoren wegen seiner engen Verbindung mit der Diözese Passau durch seinen Gründer, dem hl. Bischof Altmann, bewusst als Quartier gewählt worden. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Taizé-Gebet in der Kapelle des Jugendhauses.
Der erste Tag in Göttweig begann mit einer Eucharistiefeier in der Kapelle. Nach dem Frühstück wanderte die Gruppe in Dürnstein auf den Spuren von Richard Löwenherz, der in der dortigen Burg einige Zeit gefangen gehalten wurde. Ein Themenweg erklärt vor Ort die Zeit des berühmten englischen Königs und stellt die wichtigsten Personen vor. Nicht erwähnt wird dort allerdings, wie Michael Winichner erklärte, der Passauer Bischof Wolfger von Erla, der als zuständiger Diözesanbischof maßgeblich an den Verhandlungen zur Freilassung von Richard Löwenherz beteiligt war. Den Abschluss der Wanderung bildete ein Picknick hoch über dem Tal in der Burgruine, wo die Teilnehmer den wunderbaren Ausblick genießen konnten.
Abends nahm die Gruppe an der Vesper des Benediktinerkonvents von Göttweig in der Basilika teil und traf sich im Anschluss mit P. Benjamin, dem Leiter des Jugendhauses, und Br. Petrus (früher Fabian Dreyhaupt), der aus dem Bistum Passau stammt. Die beiden Mönche erzählten ihre Berufungsgeschichten und stellten sich den vielen Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Abgeschlossen wurde der Tag mit einer nächtlichen Führung durch das Kloster und die Stiftskirche durch P. Benjamin. 
Der nächste Tag stand zunächst ganz im Zeichen des hl. Severin. Beim Morgengebet in der Erentrudiskapelle auf dem Gelände des Stiftes erfuhr die Gruppe etwas über sein Leben zur Zeit der Völkerwanderung und sein Wirken im Donauraum. Dieses Wissen wurde anschließend beim Besuch des Römermuseums Mautern (früher Favianis) noch vertieft. Am Nachmittag wanderte die Gruppe durch die Weinberge und Marillengärten am Fuße des Klosterberges von Göttweig und bekam in einem Weingut auch eine kleine Kostprobe der Erzeugnisse. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Gottesdienst in den Überresten der alten Georgskirche, den Andreas Erndl und P. Benjamin gemeinsam zelebrierten. 
Sehr früh begann der Tag für die Gruppe am nächsten Morgen. Um 6 Uhr betete die Gruppe mit dem Konvent die Laudes und machte sich nach dem Frühstück auf den Weg in das Stift Melk, wo eine Führung auf dem Programm stand. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und am Abend nahmen die Teilnehmer/innen an der „Langen Nacht der Kirchen“ in Göttweig teil, das mit einem Taizé-Gebet in der Krypta endete. 
Der vorletzte Tag begann mit einem Morgengebet mit Impulsen aus dem Leben des hl. Bischof Altmann beim Labyrinth im Klostergarten. Den Vormittag verbrachte die Gruppe in der Bischofsstadt St. Pölten besichtigte den Dom und flitzte eine nahegelegene Sommerrodelbahn hinab. Den Programmabschluss für diesen Tag bildetet die Mitfeier der Vigil in der Altmannkapelle.
Am letzten Tag der Reise, dem Dreifaltigkeitssonntag, feierte die Gruppe gemeinsam mit Andreas Erndl noch einmal Gottesdienst in der Kapelle des Jugendhauses. Nach einem Mittagessen in Spitz ging es dann mit vielen Eindrücken wieder zurück nach Passau.
 
Foto: Kronawitter


Autor: red
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT   ARTKEL AUSDRUCKEN
VERLAG PASSAUER BISTUMSBLATT DOMPLATZ 7 94032 PASSAU TELEFON: 0851.3931323 E-Mail: info@passauer-bistumsblatt.de

KONTAKT IMPRESSUM ZEITUNG ABONNIEREN
 
BISTUM-PASSAU.de KATHOLISCH.de VATICAN.va BJA-PASSAU.de CARITASVERBAND-PASSAU.de
© 2011 Werbeagentur grünstich | Angerstraße 31 | 94034 Passau