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Demokratie als Christenpflicht
Demokratie als Christenpflicht
Demokratie als Christenpflicht
Vierten Ökumenischen Zwischenruf im Vorfeld der Bundestagswahl vorgestellt
 
Passau. „Demokratie als Christenpflicht“ – unter dieser Überschrift wenden sich die katholische und die evangelische Kirche von Passau rund zwei Monate vor der Bundestagswahl am 24. September gemeinsam an die Öffentlichkeit. 
Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Passau und die Evangelisch-Lutherische Dekanatssynode Passau wollen mit dem mittlerweile vierten Ökumenischen Zwischenruf darauf hinweisen: Demokratie ist ein wertvolles Gut, das es immer wieder zu verteidigen gilt. „Gerade, weil wir Christen sind und aus der Bibel heraus unseren Glauben und unser Menschenbild begründen, müssen wir Demokratie als unsere ureigene Pflicht sehen“, stellte die stellvertretende Diözesanratsvorsitzende Angelika Görmiller bei der offiziellen Präsentation in Passau heraus. Sie war Teil der sechsköpfigen Arbeitsgruppe, die für die Erstellung des Zwischenrufs verantwortlich war. Die Nachfolge Christi gebiete, die Grund- und Menschenrechte auf Unantastbarkeit der Menschenwürde, Meinungs-, Presse-, Religions- und Versammlungsfreiheit sowie auf Gleichheit zu schützen, so Görmiller. Weiterhin gehe es in dem Zwischenruf darum, die demokratischen Prinzipien zu achten und sie mitzutragen. Der Ökumenische Zwischenruf endet mit folgenden Worten: „Wir fordern daher alle Christen auf, sich mit dem Ziel eines friedlichen und menschlichen Miteinanders in unsere Gesellschaft einzubringen und an den demokratischen Wahlen in unserem Land teilzunehmen!“ 
Die Idee, überhaupt gemeinsam einen Ökumenischen Zwischenruf zu entsenden, entstand vor vier Jahren. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir als Christen gemeinsam in der Pflicht sind, in unsere Gesellschaft hineinzurufen und aktuelle Themen aufzugreifen – unabhängig von unserer Konfession“, erinnerte sich der Passauer Dekan Dr. Wolfgang Bub zurück. Und auch für den Diözesanratsvorsitzenden Wolfgang Beier ist der Zwischenruf Jahr für Jahr ein deutliches Zeichen dafür, „dass wir als Christen gemeinsam eine Stimme in dieser Gesellschaft erheben.“
 
Foto: Mareen Maier


Autor: Mareen Maier
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