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„Es war eine supergute Zeit!“
„Es war eine supergute Zeit!“
„Es war eine supergute Zeit!“

Dekan Rudolf Kallmaier feiert 40-jähriges Priesterjubiläum und geht in den Ruhestand

Tittling. Mit einem beeindruckenden Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Vitus und einem Pfarrfest in der Dreiburgenhalle haben Pfarrei und Marktgemeinde Tittling sowie die Gemeinde Witzmannsberg das 40-jährige Priesterjubiläum von Dekan Rudolf Kallmaier gefeiert und den 66-jährigen Seelsorger, der 19 Jahre in Tittling wirkte, in den Ruhestand verabschiedet.
Ein langer Festzug, den die Jugendblaskapelle Tittling anführte und dem sich zahlreiche Vereine und Verbände mit Fahnenabordnungen, Ehrengästen, Gemeinde- und Pfarrgemeinderäten, Kirchenverwaltungsmitgliedern, Ministranten und Mitarbeiter anschlossen, begleitete Dekan Rudolf Kallmaier zur Kirche.
Als Hauptzelebrant gestaltete er einen festlichen Gottesdienst, an dem Festprediger Dr. Christian Schütz, früherer Abt der Missionsbenediktinerabtei Schweiklberg, und Priesterkollege Gottfried Werndle aus Kößlarn, der mit dem Jubilar die Schulbank in Burghausen drückte, mitwirkten. Unter den Besuchern weilten Familienmitglieder aus dem Heimatort Kallmaiers, dem oberbayerischen Pleiskirchen, Weggefährten aus seinen Wirkungsorten Regen, Pfarrkirchen, Passau und Tittling sowie Vertreter der Pfarreien des Dekanats Hauzenberg.
Ein Priesterjubiläum sei ein Glaubensfest, sagte Altabt Christian Schütz in seiner Predigt. Er erinnerte an ein markantes Wort des Jubilars, das ihn von Anfang an begleitete, formte und seinen priesterlichen Dienst prägte. „Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt“, zitierte er den Jesuiten Alfred Delp, der von den Nazis ermordet wurde. Es sei ein Vertrauensprogramm. Jesus als Lebensmeister rede in den Gleichnissen vom Schatz des Ackers und der Perle, die für das Himmelreich und Leben stünden. Sie zu entdecken, sei Geschenk, sei pure Freude. Da strahle das Leben und stecke andere an. Dem Geschenk des Lebens, dem Glauben zu trauen, dies wolle Kallmaier den Menschen mitgeben, habe er vorgelebt. 
Der Liederkranz Dreiburgenland (Regie Thomas Gabriel) gestaltete die Messfeier mit einem großartigen Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei. Faszinierend trugen die Sänger und Musiker Händels Halleluja vor, Lieblingsstück des scheidenden Pfarrers. „Gottes Liebe ist so wunderbar“, schmetterten die Kindergartenkinder nach dem Gottesdienst, die den Dekan an der Kirchentür empfingen.
Nach dem gemeinsamen Essen der 540 Gäste in der Dreiburgenhalle eröffnete das „Zwölfuhrläuten“ der Tittlinger Glocken den Festakt, den Theresia Kern moderierte. PGR-Chef Otto Müller erzählte über das Leben von Kallmaier. Er betonte die brillanten Predigten und einfühlsamen Seelsorgegespräche des Jubilars. Kallmaier sei nicht nur ein Mann des Wortes, sondern auch der Taten. Dies zeigten die neuen Glocken und Kreuze, die Sanierung der Kirche in Enzersdorf und der Bibelgarten. Er sei eine Bereicherung im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben, ein guter Hirte. Er habe die höchste Auszeichnung der Pfarrei, die Vitusmedaille, erhalten. Müller würdigte auch das Engagement von Pfarrhaushälterin und Vitusmedaillen-Trägerin Katharina Stadler.
Bürgermeister Helmut Willmerdinger über den Seelsorger: Er habe viel bewegt und gestaltet und dafür 2016 die Ehrenbürgerwürde von Tittling erhalten. Er gratulierte zum Priesterjubiläum und danke Kallmaier im Namen der Verwaltungsgemeinschaft. Der Bürgermeister hob auch den Einsatz von Katharina Stadler bei den Haushaltsetats der Kindergärten und ihre Kochkünste hervor. 
„Es war eine supergute Zeit“, fanden die Ministranten, die nicht nur die 72-Stunden-Aktion sondern auch den Süßigkeitenschrank in der Sakristei zu schätzen wussten. Die Schulanfänger der Kindergärten Tittling und Rappenhof verabschiedeten sich mit Lied und Geschenken. Die Geschwister Peschl gestalteten das Pfarrfest mit Musik, der Volktrachtenverein zeigte Tänze und der Liederkranz gratulierte mit Gesangsstücken. 
Gemeindereferent Franz Brunner sagte dem loyalen, humorvollen und freundlichen Chef und seiner stets hilfsbereiten Pfarrhaushälterin im Namen der Mitarbeiter danke. Die Pfadfinder übergaben eine selbst kreierte Pfadfinder-Lilie mit den Namen aller Stammesmitglieder. Die Frauenbundfrauen sangen Abschiedslieder und präsentierten einen humorigen Sketch, mit dem sie von der Tierliebe des Pfarrers erzählten, der einen Ameisenhaufen verlegen ließ, damit ein Parkplatz gebaut werden konnte, viele Schutzengel hatte, aber meist zu wenig Geld für seine Vorhaben. Prodekan Alfons Eiber aus Hauzenberg, Nachfolger von Dekan Kallmaier, sagte im Namen der Pfarreien im Dekanat Vergelt‘s Gott.
Der Scheidende hinterlasse ein gut bestelltes Kirchenfeld, lobte Kirchenpfleger Helmut Homolka, der den hohen Wissensschatz und die finanzielle Kompetenz des Dekans hervorhob. Er zählte die vielen Spuren auf, die Kallmaier und Stadler in Tittling hinterlassen und wünschte dem Jubilar für seinen Ruhestand in Bayerbach im Rottal Gottes reichen Segen.     
Dekan Kallmaier würdigte die zu Herzen gehenden Darbietungen, die vielen Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit sowie die große Zahl der Mitfeiernden. Dies sei für ihn das größte Geschenk. Er betonte die Unterstützung aller, die im Hintergrund arbeiteten, die vielen Abschiedsgeschenke, darunter der Grundstock für ein E-Bike. Er versprach, wiederzukommen und bat, seinem Nachfolger Kaplan Fabian Feuchtinger treu zu bleiben und den neuen Pfarrverband mitzugestalten. Er sagte Vergelt‘s Gott für die Hilfe und das Vertrauen.
 
Foto: Theresia Wildfeuer
 


Autor: Theresia Wildfeuer
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