VERLAG PASSAUER BISTUMSBLATT    DOMPLATZ 7    94032 PASSAU    TELEFON: 0851.3931323 
    Ihr Standpunkt: Startseite | Zeitung | Einzelansicht
Nach dem Sturm
Nach dem Sturm
Nach dem Sturm

Unwetter zieht Schneise der Verwüstung – Bevölkerung stellt sich der Herausforderung

Passau. Es gibt sie wirklich: die Ruhe nach dem Sturm. Nicht einmal die Vögel waren am frühen Morgen des vergangenen Samstags (19. August) zu hören. Nichts. Erst als die Sonne aufging, kehrte, so schien es, das Leben in die Region zurück. Überall war der Lärm von Motorsägen zu hören, ab und an ertönte eine Feuerwehrsirene, Traktoren, Harvester und schwere Baumaschinen machten sich auf den Weg. 

Um so gewaltiger war das Brausen in der Nacht zuvor gewesen. Nur 20 Minuten dauerte das Unwetter. Doch diese Zeit reichte aus, um eine ganze Region zu verwüsten. Vor allem die Landkreise Passau und Freyung-Grafenau hat es schwer erwischt. Dächer wurden abgedeckt, Fahrzeuge unter Bäumen begraben, Strommasten geknickt, ganze Wälder vernichtet. Viele Menschen erlebten bange Minuten voller Angst und Sorgen. Sie hörten das Klappern der Ziegel, das Ächzen der Bäume, das Bersten von Fensterscheiben – ohne etwas tun zu können, den Launen der Natur ausgeliefert. Einige verloren in dieser Nacht das Dach über dem Kopf, hunderte Waldbauern waren beim Blick in die zerstörten Hölzer der Verzweiflung nahe, manche bangen um ihre Existenz. Ein Sturm, der nicht einmal einen Namen hat, zog eine Schneise der Verwüstung, veränderte die Region für Jahre. 
Und doch förderte das Unwetter auch die besten Seiten des Menschen zutage: Hunderte ehrenamtliche Feuerwehrleute, Rettungsdienst-Mitarbeiter, sonstige Hilfskräfte und viele Freiwillige mit den benötigten Maschinen rückten in der Nacht aus, rackerten bis zum Umfallen, um zu retten, was zu retten ist und die Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Sie waren da, wo sie gebraucht wurden.
Auch am nächsten Morgen verging nicht viel Zeit, dann krempelten die Leute die Ärmel hoch und machten sich an die Arbeit, sei es bei einem selber oder beim Nachbarn, den es vielleicht noch schlimmer erwischt hatte. Die Ruhe nach dem Sturm war vorbei, als die Sonne am Morgen aufging. Sie wich einem Grundton, den man mit einem Wort umschreiben kann: Entschlossenheit.
 
Foto: Christoph Hauzeneder


Autor: kri
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT   ARTKEL AUSDRUCKEN
VERLAG PASSAUER BISTUMSBLATT DOMPLATZ 7 94032 PASSAU TELEFON: 0851.3931323 E-Mail: info@passauer-bistumsblatt.de

KONTAKT IMPRESSUM ZEITUNG ABONNIEREN
 
BISTUM-PASSAU.de KATHOLISCH.de VATICAN.va BJA-PASSAU.de CARITASVERBAND-PASSAU.de
© 2011 Werbeagentur grünstich | Angerstraße 31 | 94034 Passau