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Larissa und der Wahl-O-Mat
Larissa und der Wahl-O-Mat
Larissa und der Wahl-O-Mat

Junge Frau aus Zeilarn half bei Auswahl der Fragen für Wahltool 

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) für die Bundestagswahl ist seit Mittwoch, 30. August, online. Die Bundeszentrale stellte das Online-Tool, das Wähler anhand von Parteipositionen zu 38 Thesen informiert, in Berlin vor. Nutzer können den Thesen zustimmen, sie ablehnen oder sich neutral verhalten. Das Programm errechnet dann, mit welcher Partei die gewählten politischen Positionen mehrheitlich übereinstimmen. „Das Wahl-O-Mat-Ergebnis ist keine Wahlempfehlung“, betonte bpb-Präsident Thomas Krüger. Das Instrument sei nur eines unter mehreren Angeboten zur politischen Bildung. Der Wahl-O-Mat habe sich aber zum „demokratischen Volkssport“ entwickelt. 
26 junge Wähler haben den Wahl-O-Mat laut bpb in Zusammenarbeit mit Politik- und Sozialwissenschaftlern entwickelt. Einer von ihnen ist die KLJBlerin Larissa Wenger (22) aus Zeilarn. Im Interview erklärt sie, wie es war und ob der Wahl-O-Mat für die KLJB geeignet ist, um junge Menschen auf dem Land für Politik zu interessieren.
 
Hallo Larissa, du warst dabei, als die Fragen für den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl ausgewählt wurden. Wie bist du überhaupt dazu gekommen?
Larissa Wenger: Auf Facebook habe ich einen Bewerbungsaufruf gesehen und mich abends während dem Fernsehschauen ganz spontan beworben. Nach meiner Teilnahme bei Landtag live wollte ich mich gern noch weiter politisch engagieren und mehr über Politik allgemein lernen, habe aber nie damit gerechnet, dass ich eine der 25 Teilnehmenden bei über 500 Bewerbungen werden würde.
 
Wie hat dir denn die Veranstaltung gefallen? Konntet ihr eure Interessen einbringen?
Larissa Wenger: Es war mit allen ein sehr produktives und schönes Wochenende in Bonn, sowohl der Ablauf wie auch unsere Unterkunft und die An- und Abreise waren super organisiert. Wir hatten viele gute Diskussionen trotz sehr verschiedener Meinungen und interessante Erkenntnisse über manche Partei. Jeder konnte seine Meinung einbringen und es war toll, im Gespräch zu erfahren, dass die neuesten Beschlüsse der KLJB-Landesversammlung auch junge Menschen in ganz Deutschland ansprechen.
 
Wie genau lief denn die Auswahl der Fragen für den Wahlomat? Wer entscheidet denn da eigentlich zuletzt?
Larissa Wenger: Wir haben in Kleingruppen zu verschiedenen Themenfeldern wie z. B. Bildung, Infrastruktur, Wirtschaft oder Integration Thesen zu kontroversen Fragen erstellt und diese im Plenum besprochen. Mit gemeinsamen Anregungen und anhand der Parteiprogramme wurden die Thesen überarbeitet, neu formuliert, vielleicht auch wieder verworfen und schließlich die 80 besten Thesen aus allen Bereichen  miteinander ausgewählt. Nach der Stellungnahme aller Parteien gab es einen weiteren Workshop, bei dem dann 38 Thesen für den Wahl-O-Mat von uns ausgewählt wurden.
 
Bei was für Themen hast Du Dich mit deinem Engagement aus der KLJB dafür ausgesprochen, dass sie auf jeden Fall mit in die Auswahl kommen sollen?
Larissa Wenger: Da der Wahl-O-Mat mit einem gewissen Überraschungseffekt arbeiten möchte, darf ich leider nichts Konkretes verraten. Es wurde einfach versucht, möglichst viele Bereiche abzudecken, die sowohl unter den Parteien als auch in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, um eine gute Abgrenzung zu garantieren. Natürlich sind auch Fragen dabei, die uns als KLJB besonders wichtig sind. Ich selbst war in der Kleingruppe für Infrastruktur-Umwelt-Gesundheit und Verkehr und konnte dabei natürlich auch mein Engagement für Landjugend-Themen einbringen.
 
Würdest Du sagen, dass der Wahl-O-Mat auch in der Jugendarbeit ein gutes Mittel für passende politische Bildung ist? Und wie könnte das in der KLJB ganz praktisch aussehen?
Larissa Wenger: Auf jeden Fall! Zum einen sind alle Thesen so formuliert, dass sie für jeden verständlich sind, zum anderen ist der Wahl-O-Mat super einfach zu bedienen. Man kann also einfach mal den Link an alle weiterteilen und jeder kann dabei mitmachen und hat dann eine Hilfestellung für seine Wahlentscheidung an der Hand.
 
Kannst Du Dir vorstellen, in der Zukunft selbst mehr politisch aktiv zu werden?
Larissa Wenger: Das kann ich mir gut vorstellen, weiß allerdings noch nicht genau auf welche Art und Weise.
 
Foto: KLJB


Autor: Heiko Tammena
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