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Bekenntnisse
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Sonntags, halb zehn in Deutschland. Gut, vielleicht auch halb neun oder halb elf, je nachdem wann man in die Messe geht. Im Unterschied zu den Werktagsmessen wird am ersten Tag der Woche nicht nur das Gloria gesungen, zumindest außerhalb der geprägten Zeiten, sondern auch das Credo, das Glaubensbekenntnis, gebetet. Und davon gibt‘s einige Varianten. 
Priester, die gerne singen, lassen die vertonte Weise aufstecken, oder stellen auch Lieder mit „Glaubenscharakter“ auf den Liedplan. Üblicherweise spricht man das Glaubensbekenntnis zusammen mit allen Anwesenden. Da gibt es das Nicaeno-Konstantinopolitanum, das große Glaubensbekenntnis, aber auch kürzere Versionen. Blicken wir mal rüber in die evangelischen Gottesdienste, dann können wir feststellen, dass hier nahezu das gleiche Bekenntnis gebetet wird, aber eben auch nur fast. Wir bekennen die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Auf evangelischer Seite wird sich statt zu der katholischen, zur christlichen Kirche bekannt. Und auch in unseren Messen kommt es immer häufiger dazu, dass viele Katholiken aus Ökumene-Gründen sich zur christlichen Kirche und nicht zur katholischen Kirche bekennen. Was ist jetzt richtig? Dient das Credo mittlerweile als Brücke zwischen den beiden Konfessionen? 
Dass auf evangelischer Seite die christliche Kirche im Credo steht, mag vielen einleuchtend sein. Aber trotzdem wird hier leicht etwas Ausschlaggebendes übersehen. Das Wort „katholisch“ leitet sich nicht davon ab, dass man sich hierdurch von den Protestanten abspalten will. „Katholisch“ bedeutet allumfassend, weltumspannend, allgemein. Ganz besonders in diesem Kontext. Wenn wir es in diesem Zusammenhang sehen, können wir ruhigen Gewissens die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche beim Namen nennen.
 
Katharina Stumpf lebt ihren Glauben bewusst und gerne. In unserer Kolumne erklärt sie alle 14 Tage einen Aspekt des katholischen Glaubens speziell für junge Menschen. Katharina ist Masterstudentin der Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Zuvor studierte die Fränkin Staatswissen-schaften an der Universität Passau. 


Autor: Katharina Stumpf
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