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Wollte Bruder Konrad nach Amerika?
Wollte Bruder Konrad nach Amerika?
Wollte Bruder Konrad nach Amerika?

Was Kapuziner-Kardinal Seán Patrick O‘Malley (Boston) darüber dem Bistumsblatt sagte

Boston/Passau. Der Niederbayer zieht nicht gern um – sagt man zumindest. Vom Birndorfer Hansl, dem Rottaler Bauern, wissen wir, dass er nach Oberbayern ging, um seiner Berufung zu folgen. Aber dass er auch Interesse hatte, ganz weit weg zu gehen? In einem Beitrag für das Passauer Bistumsblatt schreibt der Erzbischof von Boston (USA), Kardinal Seán Patrick O‘Malley OFMCap, dass Bruder Konrad von Parzham, der Klosterpförtner von Altötting, in die Mission nach Amerika gehen wollte.
Der US-Kardinal ist der einzige Kapuziner weltweit, der den scharlachroten Purpur trägt. Anlässlich des Bruder-Konrad-Jahres wird er am 1. Mai in Altötting die Wallfahrtssaison offiziell eröffnen. Warum die amerikanischen Kapuziner eine starke Verbundenheit mit dem heiligen Bruder Konrad fühlen, erklärt der Kardinal im Bistumsblatt so:  „Unsere Kapuzinerprovinz war von den Bayerischen Kapuzinern gegründet worden und viele unserer älteren Brüder waren aus Bayern. Sie erzählten uns, dass Bruder Konrad bei der Messe dem ersten Rektor unseres Seminars ministrierte, bevor dieser in die Vereinigten Staaten kam. Es wurde gesagt, dass Bruder Konrad sich freiwillig gemeldet hatte, nach Pennsylvania zu kommen und in der neuen Provinz zu arbeiten.“ Soweit der Kardinal.
1882 gehörten 18 Bayern zu den Kapuzinern in Nordamerika (12 Patres und 6 Brüder). Warum für Bruder Konrad (1818 – 1894) aus der Reise über den großen Teich letztlich nichts geworden ist, lässt sich heute nicht mehr sagen. Fest steht allerdings: Der spätere Heilige unterstützte folgende Missionswerke: den Ludwig-Missionsverein, den Bonifatius-Verein und das Missionshilfswerk der Benediktiner von Sankt Ottilien. 
Welchen Verlauf die Geschichte wohl genommen hätte, wenn Bruder Konrad tatsächlich nach Nordamerika in die Mission gegangen wäre? Ein Auswanderer aus Kirchl in der Pfarrei Hohenau im Bayerischen Wald hat 1882 an seine Familie über das Leben in den Vereinigten Staaten geschrieben: „Liebste Eltern und Geschwister! Ihr ghönt es Eich gar nicht vorstelen wie es in Amerigha zuged.“
 
Foto: Erzdiözese Boston
 


Autor: Werner Friedenberger
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