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Sich nicht für den Glauben schämen
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Missio Canonica verliehen – und was der Bischof jungen Menschen mit auf den Weg gab

Passau. Am Abend des 26. Januar, dem Gedenktag von Timotheus und Titus, den beiden bekanntesten Schülern des Apostels Paulus, verlieh Bischof Dr. Stefan Oster SDB die „Missio Canonica“, die kirchliche Unterrichtserlaubnis für Katholische Religionslehre, an sieben Referendarinnen und einen Referendar des Passauer Gymnasiums Leopoldinum. 
Im Spectrum Kirche, dem Exerzitien- und Bildungshaus der Diözese Passau, sprach Schulamtsdirektor Dr. Hans-Peter Eggerl bei seinem Grußwort, in Anlehnung an den berühmten James Bond Titel, von der „Licence to brill“. Mit diesem eigens geschaffenen Neologismus möchte er auf fünf Eigenschaften hinweisen, die jede/r gute Religonslehrer/in innehaben sollte. Der Buchstabe „B“ stehe dabei für Bekenntnis zu seinem Glauben, da die Authentizität das entscheidende Merkmal für eine erfolgreiche Wissensvermittlung sei. 
Der zweite Buchstabe „R“, so Eggerl, stehe für „Reflektion“, denn gerade studierte und gut ausgebildete Menschen müssten stets versuchen, mit einfachen Worten auf die Schüler/innen mitsamt ihren komplexen Lebensfragen zu reagieren. Der nächste Buchstabe „I“ stehe für Innehalten, da dieser Aspekt in einer säkularisierten Leistungsgesellschaft für uns Christen immer wichtiger werde. Zu guter Letzt stehen die beiden „L“ für „Lehren“ und „Lieben“, denn beides bedinge einander. Vor allem ein/e christliche/r Lehrer/in sollte Symphatie und Mitgefühl gegenüber den Schülern ausstrahlen, um die liebende Lehre von Jesus auch wirklich glaubhaft vermitteln zu können. 
Bischof Stefan Oster gab den jungen Lehrenden den Ratschlag mit auf den Weg, dass man Jesus wirklich kennen lernen kann – nicht nur in der Kirche, sondern auch im persönlichen Gebet und in der Heiligen Schrift. Und zwar, indem man letztere so betrachtet, als wäre es ein persönlicher Brief an einen selbst. Die Aufgabe, die Verkündigung des Wortes Gottes tun zu dürfen, mache nicht nur ihn selbst sehr glücklich, sondern auch jeden anderen Verkünder, der es mit der Lehre Jesu ernst meine, so der Oberhirte. Die angehenden Religionslehrerinnen und -lehrer sollten sich also nicht schämen, ihren christlichen Glauben kund zu tun und sich hinter einem spirituellen Egoismus verstecken, sondern aus tiefster Überzeugung das Wort Christi vorleben.
 
Foto: Wolfgang-Christian Bayer


Autor: Wolfgang-Christian Bayer
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