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Ein neues Lichtkonzept für den Dom St. Stephan
Ein neues Lichtkonzept für den Dom St. Stephan
Ein neues Lichtkonzept für den Dom St. Stephan

LED-Technik schafft Akzente und senkt Energiekosten

Passau. Unter dem Oberbegriff „Dom 4.0“ will Bischof Dr. Stefan Oster SDB den Passauer Dom St. Stephan für die Anforderung des digitalen Wandels rüsten. Ein Bestandteil ist ein neues Beleuchtungskonzept. Durch LED-Leuchten sollen noch bessere und schönere Lichtakzente im gesamten Kirchenraum geschaffen und langfristig Energiekosten gesenkt werden. Hierzu gehören neben der neuen Beleuchtung ein unsichtbares Leitungsnetz mit Glasfaserkabeln und Leerrohren für eine neue Lautsprechertechnik, Elektroversorgung und Steuerleitungen. Technisch eine enorme Herausforderung, wie auch die zuständige Arbeitsgruppe um Dompropst Dr. Michael Bär bei einer Besprechung vor Ort feststellte. 
Derzeit werden ein Plan für die Innenbeleuchtung ausgearbeitet und verschiedene Bemusterungen durchgeführt. Zuvor hatten die Verantwortlichen bei mehreren Exkursionen Beleuchtungskonzepte in verschiedenen Kirchen begutachtet, um sich einen Überblick über den derzeitigen Stand der LED-Technik zu verschaffen. Gesucht wird laut Dr. Bär nach einer eleganten, unauffälligen Lösung, bei der die notwendige Technik nicht als Fremdkörper wahrgenommen wird. Dies wird an manchen Positionen nur mit Eingriffen in die Bausubstanz gehen, wodurch jeder Schritt in diese Richtung vorher mit dem Denkmalschutz abgeklärt werden muss. 
Die Ästhetik der neuen Lichtsetzung soll im Altarraum ihre Vollendung finden. Aktuell gibt es vor allem am Ambo Probleme mit einer starken Schattenbildung in den Gesichtern der dort sprechenden Personen. Alles, was mit dem Altar zu tun hat, müsse laut Dr. Bär deshalb sehr gut durchdacht sein. Auch beim Hochaltar solle an einer optimalen Beleuchtung nicht gespart werden, um eine perfekte Lichtstimmung mit einem gewissen Aha-Effekt zu erzeugen. Darüber hinaus muss laut Diözesanbaumeister Jochen Jarzombek ein Drehbuch mit verschiedenen Szenenanforderungen für den Altarraum erstellt werden, um die Lichtkomposition auf die verschiedenen Szenarien bei Großveranstaltungen einstellen zu können. Um der technischen und ästhetischen Komplexität des neuen Beleuchtungskonzepts gerecht zu werden und alle baulichen und denkmalpflegerischen Herausforderungen meistern zu können, müsse die Umsetzung unter Umständen auf mehrere Bauabschnitte verteilt werden. Vor allem im Hinblick auf die infrastrukturellen Maßnahmen, die im schlechtesten Fall zu einer Verzögerung führen könnten. Bei einer Aufteilung könne zum Beispiel im ersten Bauabschnitt die Lesebeleuchtung im Hauptschiff und ein Großteil der Decken- und Freskenbeleuchtung ohne Probleme realisiert werden. 
Die Planung des neuen Lichtkonzepts soll noch in diesem Jahr abgeschlossen und 2019 zur Vergabe ausgeschrieben werden. Nach der Umsetzung erstrahlt der Dom auf jeden Fall in einem ganz neuen Licht.
 
Foto: Bayer


Autor: Wolfgang-Christian Bayer
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