Glaube und Gemeinschaft

Zuerst die Ohren …

Redaktion am 09.09.2024

2024 09 09 pb alb tag des altoettinger marienwerks1 Foto: Roswitha Dorfner
Tag des Altöttinger Marienwerks 2024: Domkapitular i.R. Msgr. Josef Fischer beim Ave vor der Gnadenkapelle.

Der mittlerweile 27. „Tag des Altöttinger Marienwerks“ am 8. September war erneut ein Tag der Gemeinschaft, des Gebets und der Musik – und damit vor allem ein Tag des Zuhörens.

Das Alt­öt­tin­ger Mari­en­werk sei der maria­ni­sche Ver­such“, vor allem mit Hil­fe der Kunst das Hören ein­zu­üben“, stell­te des­sen Vor­sit­zen­der, Dom­ka­pi­tu­lar i.R. Msgr. Josef Fischer, in sei­ner Pre­digt zum Fest­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka fest.

2024 09 09 pb alb tag des altoettinger marienwerks2 Foto: Roswitha Dorfner
Tag des Altöttinger Marienwerks 2024: Nach dem Gottesdienst ehrten Msgr. Josef Fischer und der Marienwerks-Vorstand für Kirchenmusik, Dr. Franz Krähschütz, langjährige Mitglieder des Kapellorchesters mit einer Bischöflichen Urkunde: Judith Brandl für 40 Jahre, Manfred Brandl für 30 Jahre, Claus Freudenstein für 25 Jahre sowie Katharina Kanzler für 20 Jahre.

Kunst, das bedeu­tet für die Gebets­ge­mein­schaft am Wall­fahrts­ort vor allem Musik, die Besu­cher frei­lich auch an die­sem Tag genie­ßen durf­ten – und dies gleich mehr­fach: Ein­mal beim Fest­got­tes­dienst selbst, den der Kapell­chor der Bischöf­li­chen Admi­nis­tra­ti­on und das Kapell­or­ches­ter des Alt­öt­tin­ger Mari­en­werks mit der Mes­se in G von Chris­to­pher Tambling unter Lei­tung von Lucia Gas­ser und Johan­na Maria Stitz an der Orgel gewohnt beein­dru­ckend gestal­te­ten. Zum ande­ren bei der AVE Mari­en­an­dacht vor der Gna­den­ka­pel­le am Nach­mit­tag, die von der Alt­öt­tin­ger Hof­mu­sik unter der Lei­tung von Karl­mann Kanz­ler musi­ka­lisch umrahmt wur­de. Schließ­lich am Abend, als die vom Mari­en­werk geför­der­ten Alt­öt­tin­ger Kapell­sing­kna­ben und die Mäd­chen­kan­to­rei“ gemein­sam mit dem Kam­mer­or­ches­ter viva musi­ca salz­burg“ mit Kon­zert­meis­te­rin Danie­la Beer und Mar­kus Hager an der Orgel und unter der Gesamt­lei­tung von Her­bert Hager kon­zer­tier­ten und in der Kir­che St. Mag­da­le­na Geist­li­che Abend­mu­sik zum Bes­ten gaben.

Tag des Altöttinger Marienwerks 2024 – Impressionen

Ums Zuhö­ren ging es auch beim gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein im Gebäu­de des Alt­öt­tin­ger Mari­en­werks am Kapell­platz 18, wo Besu­cher mit­ein­an­der ins Gespräch kom­men konn­ten. Die Kunst stand auch hier im Mit­tel­punkt, ins­be­son­de­re die dort behei­ma­te­te Diora­men­schau, die in groß­räu­mi­gen Schau­käs­ten die Geschich­te Alt­öt­tings und der Wall­fahrt erzählt, und die an die­sem Tag bei frei­em Ein­tritt offen­stand. Kin­der und Jugend­li­che konn­ten die Schau“ im Rah­men eines klei­nen Gewinn­spiels neu ent­de­cken. Außer­dem wur­den im Film­saal der alte und der neue Mari­en­film gezeigt.

2024 09 09 pb alb tag des altoettinger marienwerks3 Foto: Roswitha Dorfner
Tag des Altöttinger Marienwerks 2024: Kinder und Jugendliche konnten Dioramenschau im Rahmen eines kleinen Gewinnspiels neu entdecken.

Vom Hören kommt das Reden. Zuerst die Ohren, dann der Mund“, beton­te Msgr. Fischer in sei­ner Fest­pre­digt am Vor­mit­tag. Dies gel­te für Chor und Orches­ter, die erst zuhö­ren müss­ten, bevor sie Musik wie­der­ge­ben kön­nen. Es gel­te für die Got­tes­mut­ter Maria, die ihr Ja“ erst gespro­chen habe, nach­dem sie Got­tes Bot­schaft gehört und erwo­gen hat. Es gel­te auch für die Hei­lung eines Tau­ben“, der nur mit Mühe reden konn­te (Mk 7,3137), als Jesus mit sei­nen Fin­gern zuerst des­sen Ohren berührt hat. Und auch wir selbst hät­ten das Spre­chen erst durch das Zuhö­ren ler­nen müs­sen. Msgr. Fischer resü­mier­te: Das Hören kann man ler­nen, und es ist höchs­te Zeit dafür.“ Wenn wir auf das Wort Got­tes hör­ten und ein­an­der wirk­lich zuhör­ten, dann hät­ten wir die Chan­ce, dass unse­re Gesell­schaft aus dem Ego­trip her­aus­kommt, der nur ein­sam und trau­rig und unglück­lich macht“.

Michael Glass

Michael Glaß

Redakteur

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